Schloßherr sein dagegen sehr
Anfang der siebziger Jahren kam Paul Wiest ins oberfränkische Creußen und zog im 700 Jahre alten Schloß Bühl ein. Er wollte die damalige Mälzerei wieder in ein idyllisches Märchenschloß verwandeln. Wenige Jahre später jedoch verläßt ihn seine Frau, der Traum beginnt zu bröckeln.

Überreste davon sind noch sichtbar: Selbstgebaute Brunnen und Statuen aus Stein und Zement in einem verwilderten Schloßpark, den sich Ziegen, Gänse und Hühner mit weißem Damwild teilen. Heute dient die gesamte Anlage - im Freien und auf sieben Stockwerken - dem Schloßherren als Antiquitäten- und Trödellager. Als Händler ist er in der näheren und weiteren Umgebung bekannt. Wie kommt eine historische, „ordentliche Kleinstadt mit einer solchen „Attraktion zurecht? Über mehrere Monate begleitet der Film Paul Wiest in seinem Schloß und bei seinen Geschäften, läßt ihn und seine Bekannten ebenso zu Wort kommen wie den Bürgermeister als Stimme der Stadt. Im Jahre 2005 stirbt Paul Wiest vollkommen unerwartet, das Schloß steht heute leer.