Russenbus
Mit Wissotzkij über Hip-Hop zu Brahms - Begegnungen zwischen Berlin und Moskau
Ein musikalisches Roadmovie von Irina Roerig und Axel Brandt

36 Stunden dauert die Fahrt im Linienbus von Berlin nach Moskau. Emigranten und Heimkehrer reflektieren in der Auszeit der Reise die Welten - Westen und Osten, Deutschland und Russland, neue und alte Zeit - zwischen denen sie hin- und hergerissen sind.

Aus den verschiedenen Perspektiven der "Fremden Brüder" eröffnen sich ungewohnte Blicke auf Berlin und Moskau, die dem Zuschauer eine neue Begegnung mit dem bekannten Ost-West-Thema ermöglichen. Für die Passagiere im "Russenbus" sind die gegensätzlichen Kulturen, zwischen denen sie sich bewegen, längst zu einer Welt verschmolzen, aus der heraus sie ohne Illusionen, aber nicht ohne Hoffnung ihre alten und neuen Landsleute betrachten. Auf beiden Seiten fremd geworden und auf der Suche nach ihrer geistigen Heimat sind sie die eigentlichen Abenteurer der Gegenwart.

Planet-TV Dokumentarfilmpreis 2003
Hauptpreis Dokumentarfilmfestival Saratov 2004

Stimmen:
"Pendler zwischen den Welten: Wenn man ein bisschen mehr von seiner Stadt erfahren möchte, ist es manchmal hilfreich, gerade die zu fragen, die nicht die Alteingesessenen sind. Touristen, Neuankömmlinge. Fremde. Die anderes suchen und anderes wissen. Ins Gespräch kommt man dabei am besten unterwegs, auf Reisen: bei den 36 Stunden, die so ein Linienbus von Berlin nach Moskau braucht, gibt es genug Gelegenheit, die Menschen erzählen zu lassen, von ihrem Alltag, ihren Hoffnungen und dem Pendeln zwischen West und Ost. Für ihren Film "Russenbus - Fremde Brüder" haben sich Axel Brandt und Irina Roerig in den Bus gesetzt und Eindrücke gesammelt, die auch für ungewohnte Blicke auf Berlin sorgen." - TAZ