Which Time I'm Dead
„Mein Land ist heiliges Land" sagt Sonu, der 11 jährige Sohn eines Leichenbestatters. Sonu lebt in Varanasi, einer der ältesten Städte Indiens, und von dem Wissen der Heiligkeit dieses Ortes ist die ganze Stadt durchdrungen.
Hier - an den Ufern des heiligen Flusses Ganghes - werden auf der Flußpromenade tagein tagaus die Toten verbrannt - in aller Öffentlichkeit - ein alltägliches Geschäft.
Der Tod ist kein Grund zur Trauer. "Rham Rham Sabte Heh" singen die Leichenträger, wenn sie die Toten durch die Gassen der Stadt zum Ufer hinabtragen. "Jetzt endlich ist alle Täuschung vorbei",
Sonu erklärt, was damit gemeint ist, auch, warum manche Tote nicht verbrannt, sondern im Ganghes versenkt werden. Ihre Leichen treiben vorbei und die Raben fressen ihr Fleisch, während die Pilger ihr rituelles Bad nehmen, heilige Männer am Ufer ihren Segen erteilen und Kinder lachend schwimmende Lichter aussetzen.
Ohne Kommentar, nur mit den beschreibenden Worten eines Kindes - wird diese ganz andere Sichtweise des Todes - und des Lebens - gezeigt.