Die Auschwitz-Dialoge (Polen/Deutschland)
Jeder kennt das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Doch wussten Sie, dass es dort auch eine polnische Kleinstadt namens Oœwiêcim, zu Deutsch Auschwitz, gibt?
Ein junges Filmteam begibt sich in die Stadt, wo ein bizarrer Gedenkkonflikt zwischen polnischer und jüdischer Erinnerung an den Holocaust stattfindet. Dabei gerät das Filmteam zwischen die Fronten.
Während die Juden ihr Recht auf Erinnerung rund ums Lager verteidigen wollen, wollen die Polen lediglich ein normales Leben. Ist das wirklich so? Ist Auschwitz ein überwiegend polnischer Leidensort und sind es jüdische Überlebende, die die polnischen Bewohner von ehemaligen Lagergebäuden aus ihren Wohnungen vertreiben wollen? Oder sind es die Polen, die ihre Siedlungen und Getreidefelder auf der Asche von zigtausenden vergasten und verbrannten Juden errichtet haben?
Im Mittelpunkt des Konfliktes steht der Bürgermeister des Ortes, der sich für die Wiedergeburt eines Märtyrers hält und sich in einem Privatkrieg mit dem Museum befindet. Dieses Museum erscheint vielen Einwohnern als ein Instrument jüdischer Macht. Der Konflikt wird auf allen Ebenen der Gesellschaft, unter den Einwohnern der Stadt und ihrer Besucher, von Wladimir Putin bis zu den Bewohnern eines lokalen Obdachlosenheims, verfolgt.