The Life and Other Building Yards
Eine Bozner Sintifamilie lebt hauptsächlich von der Musik, aber seit Laki, der einzige Geiger, zu einer christlichen Sekte übergetreten ist, kann die Band nicht mehr auftreten. Familienoberhaupt Radames versucht die Gruppe wieder zusammen zu führen und sieht sich dabei mit großen Veränderungen der eigenen Traditionen konfrontiert.
Der Dokumentarfilm „Das Leben und andere Baustellen“ erzählt von Generationen-Konflikten in der Kultur eines bedrohten Volkes.
“Das Leben und andere Baustellen” kann weder eine eindeutige Antwort auf all die offenen Fragen um das Stereotyp der Sinti, noch eine antropologischen Forschung der Sintikultur bieten oder sich gar anmaßen dessen Archetypen zu enthüllen. “Das Leben und andere Baustellen” ist eine Annäherung an eine Kultur, die unserer nahe, aber doch so fern im Alltagsleben und in seinen antiken Traditionen ist. Es ist ein kurzer Moment des Lebens, der in einem dokumentarischen Stil erzählt ist, der jedoch einen Hauch Novelle in sich trägt: es ist eine Geschichte der Konflikte zwischen Generationen und Kulturen, Vater und Sohn. Wieder einmal sind wir Zuschauer der Geburt eines modernen Don Quichottes, der sich nicht um die Windmülen und auch nicht um die Heere der Sarazenen kümmert, der jedoch als bewusster Zeitzeuge lebt und gerade nach vorne blickt.