DIE KARAWANE DER TUWINER
Weil es - zu Stalins Zeiten - in den Weidegründen unterhalb des Altai-Gebirges immer wieder zu Stammeskriegen zwischen Kasachen und Tuwinern kam, wurde das nur ein paar tausend Menschen zählende kleine Turkvolk an die chinesische Grenze der Mongolei zwangsumgesiedelt.

Galsan Tschinag, ein Nachkomme der tuwinischen Stammesführer, der in Leipzig Germanistik studieren konnte und nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten in der Bundesrepublik ein bekannter Schriftsteller wurde, bewegt einige hundert seiner seitdem in und um Ulan Bator nomadisierenden Stammesgenossen dazu, zurück "ins Land ihrer Väter" zu gehen. Unser Team begleitet diese größte Karawane, die die Mongolei seit den Zeiten Dschingis Khans sah, drei Monate lang auf ihrem 2000 Kilometer weiten Weg zurück ins Altai-Gebirge.

Neben dem großen ARTE-Dokumentarfilm entstanden in diesem Mongolei-Projekt die WDR-Reportage "Auf den Spuren von Dschingis Khan", die den Autoren den Axel-Cäsar-Springer-Preis für Nachwuchsjournalisten brachte, dazu ein Porträt von Galsan Tschinag und zwei Schulfernseh-Sendungen über das Umweltbewußtsein der Nomaden - "Vater Himmel, Mutter Erde" - und über die großartige Landschaft - "Willkommen in der Mongolei" -, die auf den entsprechenden Seiten angeboten werden.