THE DEADBROTHERS - Death is not the end
"THE DEAD BROTHERS – Death Is Not The End" ist das Portrait dreier Männer die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Alain Croubalian, Sohn eines armenischen Immigranten und einer Schweizer Krankenschwester, Pierre Ohmer, Sohn eines indischen Historikers und einer Genferin, sowie der Neuseeländische Troubadour und Weltenbummler Delaney Davidson bilden den Kern einer der ungewöhnlichsten Bands unserer Zeit – THE DEAD BROTHERS.
Der Film ist keine reine Musikdokumentation, vielmehr geht es darum welchen Einfluss die jeweiligen Biografien der drei Protagonisten auf Ihre Musik haben.
Alain Croubalian erläutert welche Auswirkung der armenische Genozid und die daraus resultierende Diaspora auf seine Familie und somit auf seine persönliche Entwicklung gehabt haben und beschreibt sein Heranwachsen als Immigrant in Nord Amerika und seinen daraus entstandenem unbeugsamem Nonkonformismus.
Pierre Omer gibt einen melancholisch, ironischen Einblick in seinen kreativen Prozess und seine eigene Zerrissenheit zwischen Ironie und Tragik.
Delaney Davidson spricht offen über den Tod und welche Rolle der Humor in seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema spielt.
Die Musik der Band spiegelt die babylonischen Biografien der Protagonisten wieder.
Blues trifft auf Chanson, Gypsy Swing auf Vaudeville Cabaret und Brecht und Weil trinken gemeinsame mit Hank Williams in einer Hafenbar in St. Pauli oder Marseille.
Die provokant, jedoch herzliche Live Performance der Band hat mittlerweile weltweiten Kultstatus erreicht.
Der Film zeigt die Band jedoch nicht nur bei großen Clubkonzerten, sondern auch bei spontanen Straßenauftritten und verschieden Jamsessions.
Abschließend sei gesagt, dieser Film versteht sich als Paradoxon und als Drahtseilakt zwischen Melancholie und Ausgelassenheit, sowie existenziellen Fragen und schwarzem Humor.

“We welcome you on board the ghost train…”